Bis spät in die Nacht dauerte gestern die Wahlkampfendspurt-Party der Hamburger PIRATEN auf dem Spielbudenplatz. Neben viel Musik, natürlich CC und GEMA-frei, Freibier, Glühwein und 350 Thüringer Bratwürsten gab es noch einmal das volle Paket Piratenpolitik.
Aus der ganzen Republik waren Unterstützer, darunter viele Amts- und Mandatsträger der Piratenpartei, nach Hamburg gekommen. Stefan Körner, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland, bedankte sich bei den Hamburger PIRATEN für einen engagierten und professionellen Wahlkampf. 
Burkhard Masseida, Listenplatz 1 der PIRATEN-Landesliste, skizzierte in seiner Rede noch einmal unseren Entwurf einer „Freien und Bürgerstadt Hamburg“. Er sieht unsere Gesellschaft an einem Scheidepunkt und will nicht zulassen, dass Dystopien wie Orwells „1984“ Realität werden.  „Ich bin bereit, mich in der Hamburger Bürgerschaft für die Bürgerrechte einzusetzen. Ich möchte meinen Beitrag leisten für den Rückbau des Überwachungs- und Präventionsstaates: Für die Abschaffung des Landesamtes für Verfassungsschutz, für einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Hamburger Ermittlungspannen und Geheimdienstverstrickungen rund um die rechtsradikale Terrorgruppe NSU, für die Abschaffung der sogenannten Gefahrengebiete und für ein grundrechtsfreundliches neues Versammlungsrecht.“  so Masseida, er sieht in den PIRATEN die einzige politische Kraft, die sich dem Abbau der Bürgerrechte entgegenstellt.
Andreas Gerhold, Platz 2 der Landesliste, setzte sich mit der Politik der alleinregierenden SPD und deren Wahlslogan „Hamburg weiter vorn“ auseinander . Mit der SPD bleibt „Hamburg weiter vorn beim Bau von Eigentumswohnungen, die sich nur wenige Hamburger leisten können, bei grundrechtseinschränkenden Gefahrengebieten, bei der Jagd auf Papierlose, bei der Diskriminierung und Verfolgung von Prostituierten, z.B. durch Kontaktverbotsverordnungen und bei der Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums und der Vertreibung sogenannter Randgruppen – weiter an den Rand der Gesellschaft. Mit der SPD bleibt Hamburg weiter vorn bei einer repressiven – bei einer tödlichen – Drogenpolitik.“ Gerhold schloß seine kämpferische Rede mit dem Hinweis: „Wer sich ein soziales und demokratisches Hamburg wünscht, darf auf keinen Fall die Sozialdemokraten oder ihre Grünen Unterstützer wählen: Klingt komisch – ist aber so. Wer sich ein soziales und demokratisches Hamburg wünscht muss eine frische Opposition wählen. Wer ein soziales, demokratisches und transparentes Hamburg für alle will, muss deshalb PIRATEN wählen!“
„Ohne die großartige personelle und finanzielle Unterstützung von PIRATEN aus ganz Deutschland wäre unsere Wahlkampf so nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich allen herzlich danken. Wir haben mehr als zehntausend Plakate auf die Straße gebracht, über siebzigtausend Wahlkampfzeitungen und zehntausende Flyer zu unserem Wahlprogramm verteilt. Trotz Winterkälte gab es tägliche Infostände in allen Stadtteilen.“ so Thomas Michel, stellvertretender Vorsitzender der PIRATEN Hamburg und einer der Koordinatoren des Wahlkampfes. Mit rund siebzigtausend EURO war das Budget gut doppelt so hoch wie in den vergangenen Hamburger Wahlkämpfen, wenn auch immer noch nur ein Bruchteil dessen, was andere Parteien aufwenden.
Die Hochrechnungen und ersten Ergebnisse werden die PIRATEN ab 17:00h im Waagenbau an der Max-Brauer-Allee in Altona verfolgen. Wähler und Interessierte sind selbstverständlich herzlich eingeladen.
Waagenbau
Max-Brauer-Allee 204
22769 Hamburg

 

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